Orthopädische Probleme

Orthopädie und Radfahren

orthopaedische-problemeMuskuloskelettale („Orthopädische“) Erkrankungen stehen in der Krankenlasttabelle in Deutschland mit Herz-Kreislauf-Erkranken und Krebs an der Spitze, bei den Arbeitsunfähigkeiten an erster Stelle (Quelle: Robert Koch Institut – Gesundheitsberichterstattung des Bundes, November 2015)

Viel Reizüberflutung und unausgewogene Bewegung führen zu psychischen und physischen Belastungen. Dies sind nicht nur Auswirkungen auf Herz- und Kreislauf, sondern vielfach auf Skelett und Muskulatur. Menschen suchen deshalb nach einer ausgewogenen Balance von  Körper, Seele und Geist. Das ist auch mit ein Grund, weshalb sich Radsport immer mehr Beliebtheit erfreut.

Hier erfahren Sie:

Warum muss ein Rad überhaupt angepasst werden
Radfahren nach Operationen
Radfahren und Arthrose
Gelenkbelastung durch Übergewicht
Puls- und Erfolgskontrolle

Vermeiden Sie zusätzliche Fehlbelastungen

Die richtige Bewegung bei definierter Belastung ist ein wichtiger Bestandteil in unserem kompletten Bewegungsapparat. Deshalb ist ergonomisch korrektes Sitzen auf dem Fahrrad und Pedelec extrem wichtig.Es gibt viele Menschen, die aufgrund orthopädischer Handicaps wie Arthrose, künstlicher Hüft- oder Kniegelenke, Rückenbeschwerden oder Folgen eines Unfalls kaum noch sportlich tätig sein können. Und gerade für diese Menschen ist Bewegung so wichtig! Radfahren ist hier genau der richtige Sport. Da keine Stoßbelastungen wie z. B. beim Laufen auftreten gilt Radfahren als besonders gelenkschonend. Die Haltemuskulatur wird gestärkt und die Bewegung hilft dabei, mehr Gelenkflüssigkeit zu produzieren. Und das alles, ohne dass Ihr eigenes Körpergewicht die Gelenke zusätzlich belastet.

Zwei Faktoren dürfen hier allerdings nicht außer Acht gelassen werden:
  1. Eine auf Sie individuell zugeschnittene Sitzposition ist die Voraussetzung für beschwerdefreies Radfahren.
  2. Bei Vorerkrankungen im Bereich der Gelenke sind übergroße Belastungen zu vermieden.

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Warum muss ein neues Rad überhaupt extra angepasst werden?

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Menschen sind in Ihren Proportionen und Problemstellung doch sehr einzigartig. Sehen Sie sich einfach einmal Ihre Mitmenschen an. Da werden Sie ganz schnell feststellen, dass die Proportion Rumpf- zu Beinlänge, Schulterbreite, Fingerlänge, Verhältnis Ober- zu Unterschenkel, Armlängen, Körperumfang etc. völlig differieren. Das ist auch der Grund weshalb bei über 70% der Radfahrer die komplette Radgeometrie ergonomisch nicht zu den eigenen Körperproportionen passt. Deshalb treten Fehlbelastung und Beschwerten beim Radfahren auf.

Unser Körper lebt von Bewegung. Gelenke benötigen Bewegung zur Schmierung und die Wirbelsäule zum „Befüllen“ der Bandscheiben.

Weitere Information zum Thema richtiges Sitzen – Hier!

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Notwendigkeit ergonomischer Radanpassung (Bikefitting)

  • Prävention – Pedelec oder Fahrrad an den Menschen anpassen – individuelle Radanpassung
  • Vorerkrankungen im Bewegungsapparat, z.B. Wirbelsäule, Steißbein, Arthrose, Sitzknochen
  • Künstliche Hüft- oder Kniegelenke
  • Durch Unfall geschädigte Teile des Bewegungsapparates
  • Bewegungseinschränkung einzelne Körperteile

Beschwerde-Punkte beim Radfahren

Auf diese Problemstellungen gehen wir mit unseren zwei Bikefitting-Ausrichtungen ein:

Für die individuelle Sitzpositionsanpassung brauchen Sie einen Ergonomieberater, der Ihre Probleme nicht nur versteht, sondern die Optimierung auch in sofort spürbare Veränderungen an Ihrem Rad umsetzt. Hierbei gibt es keine Standardlösung. So wie jeder Mensch einzigartig ist gibt es auch für jeden einen anderen Lösungsansatz.

Beispiel Therapeutisches Bikefitting – Bewegungseinschränkung

roentgen_knie_wirbelsaeuleWir setzen spezielle Werkzeuge ein. Unsere Optimierungsverfahren sind immer dynamisch und sie erleben somit auch die Veränderung in der jeweiligen Radfahr-Sitzposition live mit.

Wir können damit Ihren kompletten Bewegungsablauf simulieren. Mit entsprechenden Maßnahmen, z.B. Pendelpedale oder Kurbelverkürzer loten wir Ihre maximale Beweglichkeit aus. Daraufhin bauen wir Rad oder Pedelec maßgerecht für Sie um.

Weitere Information zum Thema Bikefitting/richtiges Sitzen

Bei geschädigten Gelenken ist zusätzlich zur optimalen Ergonomie die Belastung weiter zu reduzieren.

Übergroße Belastungen beim Fahren zu vermeiden klingt zunächst einfach. Doch: was tun Sie, wenn ein Berg kommt oder auf einmal starker Gegenwind aufkommt?

Auch hierfür gibt es eine Lösung: haben Sie es schon mal mit einem Elektrorad ausprobiert? Sie können jederzeit entscheiden, ob und wieviel Motorunterstützung zu Ihrer eigenen Trittkraft hinzukommen. Somit haben Sie es in der Hand, wieviel Ihre Gelenke leisten sollen und ab wann „Hilfe“ benötigt wird.

Sie sehen also: Sie können Ihre altgewohnte Mobilität mit dem Radfahren wieder herstellen und weiter ausbauen. Verzichten Sie nicht darauf!

Durchbrechen Sie den Teufelskreis: Schmerzen, Schonung, weitere Verschlechterung durch Bewegungsmangel

Genießen Sie Ihr neues Lebensgefühl und Beschwerdefreiheit mit dem Pedelec oder Rad durch ein individuell an Sie anpasstes Fahrzeug. Entscheiden Sie selbst über Ihre Belastung und Ihren Gesundheitszustand.

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Radfahren nach Operationen

Knie nach OperationNach Operationen ist das Fahrrad ein wichtiges therapeutisches Hilfsmittel. Die ersten Bewegungen beginnen meist in der Klink mit einem moderaten Bewegungstraining und werden in der Reha fortgesetzt. Auf dem Ergometer wird die Belastung definiert eingestellt. Der runde Bewegungsablauf durch Treten fördert die Gelenkbeweglichkeit. Die Kurbellänge muss oft der eingeschränkten Bewegungsfähigkeit angepasst werden.

Das Pedelec hilft Ihnen in freier Natur Ihre Belastung optimal an Ihren Genesungszustand anzupassen. Wir sorgen dafür, dass die Radergonomie von Kurbellänge bis zur kompletten Sitzposition optimal auf Ihre besonderen Belange abgestimmt wird. Die Trainingsfortschritte sind psychologisch bedingt beim Radeln in freier Natur deutlich schneller als im Hobbykeller auf dem Ergometer.

Weiter Info zu therapeutischem Bikefitting

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Radfahren und Arthrose

Knie Arthrose SchmerzPersonen mit fortgeschrittener Arthrose neigen wegen der Schmerzen dazu sich weniger zu bewegen. Die Folgen für den gesamten Bewegungsapparat sind fatal, der Mensch „verfällt“ schneller und leidet mehr.

Radfahren schont die Gelenke. Bei Arthrose in Knie- und Hüftgelenk ist Radfahren oft die einzige Sportart die schmerzfrei ausgeführt werden kann. Mit dem Pedelec  können Sie Ihr Belastung optimal an Ihre persönlichen Belange anpassen. Vorausgesetzt das Pedelec ist optimal auf Sie angepasst. Damit erzielen Sie den maximalen Effekt.. Auch hier gilt – die Lebensfreude beim Radeln in freier Natur nimmt zu, die Krankheit rückt in den Hintergrund.

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Gelenkbelastung durch Übergewicht

piktogramm_uebergewicht_AdipositasStarkes Übergewicht belastet den gesamten Organismus. Die Gelenke sind deshalb häufig in Mitleidenschaft gezogen. Hier ist das Pedelec das optimale therapeutische Trainigsgerät. Sie können gezielt Ihre Leistung steigern und das bei gelenkschonendem Radeln. Aber beachten Sie, dass bei höherem Gewicht alle Komponenten des Rades auch darauf abgestimmt sein müssen. Wir haben uns auf XXL-eBikes spezialisiert. Zusammen mit der ergonomischen Anpassung erhalten Sie ein Pedelec das Ihnen viel Freude bereiten wird. Trainingsfortschritte geben Ihnen den weiteren Ansporn.

Übersicht unserer XXL-eBike-Modelle
Info zu Übergewicht und Adipositas

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Puls- und Erfolgskontrolle

Bosch Nyon Fitness MonitorModerne Bordcomputer, z.B. Bosch Nyon, geben Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, Ihre Herzfrequenz jederzeit im Auge zu behalten. Sie kommunizieren mit einem Brustgurt und bringen die Informationen direkt auf Ihr Display am Lenker. Damit können Sie immer mit Ihrer optimalen Pulzfrequenz und Belastung fahren.

Info zu Bosch Nyon hier
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Weitere Informationen zu gesundheitlichen Themen im Zusammenhang mit Radfahren:

Urologische und Gynäkologische Probleme
Übergewicht und Adipositas
Herz- und Kreislauf

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Bernhard Schmidt26. Februar 2017